Herzlich Willkommen

Sehr geehrte Damen und Herren!

Fallbasierte Fortbildung, begleitet von State of the Art Vorträgen aus den Bereichen Gastroenterologie, Endoskopie und Hepatologie, waren und sind unser seit 8 Jahren erfolgreiches Konzept des FOCUS Hepatogastroenterologie. Im Jahr 2020 musste unser Kongress erstmalig abgesagt werden, COVID-19 hält die Welt nach wie vor in Atem, Präsenzveranstaltungen scheinen nach wie vor ungewiss.

Wir haben uns deshalb heuer für ein online basiertes Konzept entschieden, das dank der Technik nahezu keine Abstriche machen muss und ermöglichen weiterhin in kleinen Gruppen spannende Fälle und heiße Diskussionen Face-to-Face. Unsere Teilnehmer befinden sich für die Fallpräsentationen gemeinsam mit den Tutoren in einem virtuellen Besprechungsbereich, der aufgrund der limitierten Personenanzahl weiterhin die Möglichkeit für direkte Diskussion bietet, damit unser Konzept der gemeinsamen fallbasierten Diskussion erlebt werden kann.

Gastroenterologie, Endoskopie und Hepatologie sind dabei gleichermaßen in unser Konzept integriert, auch den Implikationen der aktuellen COVID-19 Pandemie werden in der Veranstaltung Folge geleistet. Die State of the Art Vorträge nehmen auch die Erkenntnisse der aktuellen fachspezifischen Jahrestagungen wie ECCO, ESGE oder DDW auf oder "spoilern" knapp bevorstehende Veranstaltungen wie den ILC der europäischen Lebergesellschaft EASL.

Wir freuen uns mit Prof. Dr. Harald Vogelsang gemeinsam die wissenschaftliche Organisation übernehmen zu dürfen. In der täglichen Praxis bestehen viele Überlappungen innerhalb der oft eigenständigen komplexen Fachgebiete: hepatale Erkrankungen erfordern endoskopische Intervention, chronisch entzündliche Darmerkrankungen haben häufig assoziierte Lebererkrankungen. Wir freuen uns die Komplexität unseres Fachgebietes anhand klinischer Fälle diskutieren zu können. Im Bereich der Virus Hepatitis zeigt sich jedoch, wie wichtig es ist, die Patienten zu identifizieren und Patienten mit schlechter Compliance Therapie adhärent zuhalten. Im Bereich des hepatozellulären Karzinoms sind die Therapiemöglichkeiten rasant gestiegen, aber auch aus onkologischer wie aus hepatologischer Sicht komplex. Wir möchten mit Ihnen Strategien diskutieren, wie man die neuen systemischen Therapien für unsere PatientInnen einsetzen kann. Für die NAFLD bzw. NASH stehen Therapien unmittelbar vor der Zulassung, vor allem aber gibt es existierende antidiabetische Therapiemöglichkeiten, die auch für NAFLD/NASH schon jetzt wirksam eingesetzt werden können. Seltene, die Leber mitbeteiligende Erkrankungen, werden dieses Jahr durch die Fallpräsentationen vor den Vorhang gebeten.

Sind die Biologica der ersten Generation nicht mehr erste Wahl, welchen Einfluss nimmt COVID auf meine Therapieentscheidung? Die Therapie ist komplex und birgt viele Fehlermöglichkeiten. Wie finde ich für welchen Patienten die richtige Therapie? Ist eine intestinale Metaplasie harmlos? Wann braucht man eine PH Metrie und Manometrie in der Betreuung von Refluxerkrankungen? Warum und wie Tusche markieren in der Endoskopie? Warum hat mein Patient ein Kolonkarzinom, obwohl er schon koloskopiert wurde? Welcher Polyp muss im Spital abgetragen werden, welcher "geht" in der Ordination: Wann, wen, wie endoskopisch intervenieren? Stimmt das Setting meiner Endoskopie mit Bezug auf COVID-19?

Wir freuen uns auf ein abwechslungsreiches Meeting und auf Ihre Diskussion.

Arnulf Ferlitsch        Andreas Maieron        Harald Vogelsang